Tschili´s Kitchen
KEEP CALM AND COOK WITH LOVE

Kleine Kräuterkunde

Acai-Beere

Die Acai-Beere wächst auf einer Palme, die im Amazonasgebiet heimisch ist. Inzwischen sind die Acaibeeren auch in den USA und Europa sehr beliebt. Die kleinen, blau-schwarzen Früchte sollen den Stoffwechsel ankurbeln und so beim Abnehmen helfen. Wegen ihrer reichlich enthaltenen Antioxidantien gilt die Acaibeere auch als Mittel zur Erhaltung der Jugendlichkeit.

 

Ackerminze

Die Ackerminze ist die wilde Schwester der Pfefferminze und all der anderen vielen Arten der Minzfamilie. Sie kommt in mehreren Unterarten nahezu weltweit vor. Ebenso wie andere Minzen kann man die Ackerminze gegen Verdauungsbeschwerden und Erkältungen einsetzen. Ihr ätherisches Öl ist als japanisches Heilpflanzenöl weit verbreitet. Anwendungsgebiete sind: Erkältung, Schnupfen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Darmschwäche, Durchfall, Magenkrämpfe, Magenschleimhautentzündung, Verstopfung, Übelkeit, Gallenschwäche, Gallensteine, Rheuma, Gicht, Gedächtnisschwäche, Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, Menstruationsbeschwerden.

 

Agar-Agar

Agar-Agar, oft auch einfach "Agar" genannt, ist eine gelartige Substanz, die aus Algen und Seegräsern gewonnen wird. Vor allem in Ostasien ist Agar-Agar zum Andicken von Speisen sehr beliebt. Vegetarier benutzen Agar-Agar auch in westlichen Ländern als Ersatz für Gelatine. Da Agar-Agar unverdaulich ist und den Inhalt des Darms quasi rutschiger macht, kann man es als Abführmittel verwenden.

 

Allerweltsheil

Als Verwandter des Enzians ist das Tausendgüldenkraut, ebenso wie dieses, eine starke Bitterpflanze. Daher fördert es auch die Verdauungstätigkeit und regt die Bildung der Verdauungssäfte an. Seine verdauungsfördernde Wirkung und die damit verbundene Stärkung sind so ausgeprägt, dass das Tausendgüldenkraut zu den ganz besonders wertgeschätzten Heilpflanzen gehört. Das wird auch schon an seinem Namen mehr als deutlich. Das Tausendgüldenkraut ist schon seit dem Altertum eine sehr wichtige Heilpflanze, doch ist sie inzwischen so selten geworden, dass sie streng unter Naturschutz steht.

 

 

Amarant

Der Amarant ist eine der ältesten Nutzpflanzen und ist auf der ganzen Welt verbreitet, es gibt etwa 70 Arten. Der Samen einiger Arten sind ein hochwertiges glutenfreies Getreide mit hohem Proteingehalt. Daher gut für Zöliakie- und auch Neurodermitis-Kranke geeignet. Medizinisch genutzt werden aber überwiegend die Blätter. Die Ernährung mit Amarant-Blättern und Samen hält körperlich und geistig jung. Den Amarant gibt es auch als Topfpflanzen für die Fensterbank, die von den Inhaltsstoffen minderwertig sind.

 

Ampfer/Sauerampfer

Der Sauerampfer liebt feuchte Wiesen und Gebüsche. Dort wächst er mit großen lanzettartigen Blättern. Später treibt er einen Stängel aus mit kleineren Blättern und rötlich-grünen Blüten. Die Blätter schmecken säuerlich. Sauerampfer ist ein beliebtes Wildkraut, das als Salatgewürz gern verwendet wird. Da er viel Vitamin C enthält, erfrischt er und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Auch als Tee kann man getrockneten Sauerampfer zubereiten und zur Stärkung der Verdauung trinken. Wichtig ist jedoch, dass man nicht zu viel Sauerampfer verwendet, denn die darin reichlich vorhandene Oxalsäure und im Sauerampfer vorhandene Alkalisalze wirken in großen Dosen giftig.

 

Anis

Anis ist eine sehr alte Heil- und Gewürzpflanze. Der Anis stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. In unseren Breiten ist er nur in Gärten oder im landwirtschaftlichen Anbau zu finden. Wilde Pflanzen sind sehr selten. Seine süßlich schmeckenden Früchte sind in der Weihnachtsbäckerei und in Schnäpsen (z.B. Ouzo) bekannt. In der Heilkunde hilft Anis bei Husten, Blähungen und bei der Milchbildung.

 

Artischocke

Artischocken sind ein wohlschmeckendes Edelgemüse, doch die Meisten kennen nur die eingedosten Böden als Belag für Pizza. Das Essen der frischen Knospen-Köpfe ist hingegen ein vergnügliches, kulinarisches Abenteuer. Außerdem sind Artischocken auch Heilpflanzen, denn sie fördern die Arbeit von Leber und Galle, senken den Cholesterinspiegel und helfen beim Abnehmen. Auch bei Diabetes können sie unterstützend helfen.

 

Blutwurz

Die Blutwurz ist eine mittelgroße, verästelte Pflanze mit leuchtend gelben Blüten. Wie der Name schon andeutet, enthält der Wurzelstock einen roten Farbstoff, der schon früher im Rahmen der Signaturlehre dafür sorgte, dass die Wurzel als Mittel gegen Blutungen verwendet wurde. Durch ihren Gerbstoffgehalt kann die Blutwurz jedoch auch Entzündungen im Mund- und Rachenraum lindern, und gegen Durchfall wirken. Dank ihrer wundheilenden und blutstillenden Eigenschaften kann man sie auch äußerlich gegen Wunden einsetzen.

 

Bachminze ( Wasserminze)

Die Wasserminze ist die milde Schwester der Pfefferminze und wird leichter vertragen als sie. Sie sieht ähnlich aus, riecht ähnlich aromatisch, jedoch etwas schwächer und ist wegen ihrer Milde eher als Haustee einsetzbar als ihre starkwirkende Schwester. Die Wasserminze wächst gerne an Ufern und war den Kelten eine wichtige Pflanze.

 

Bärwurz

Die weiß blühende Bärwurz ist eine alte Heilpflanze, die in Europa auf Magerwiesen und lichten Laubwäldern von Mittelgebirgen wächst. Die buschige Pflanze riecht kräftig und würzig. Wegen der aromatischen ätherischen Öle, die an Fenchel und Liebstöckel erinnern, wird die Bärwurz auch in der Küche verarbeitet. Die Magenschnäpse mit dem Namen Bärwurz werden aus dem ähnlichen Alpen-Mutterwurz (Ligusticum mutellina) hergestellt. Diese Alpen-Pflanze ist etwas kleiner und kräftiger.

 

Bärlauch

Im Frühling gibt es Stellen im Wald, die stark nach Knoblauch duften. Dort wächst der Bärlauch, manchmal in großen Familien, denn wenn er erst einmal irgendwo heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus. Ein Kräuterquark mit reichlich Bärlauch gehört zu den leckersten Frühjahrserlebnissen und ist obendrein noch sehr gesund. Er fördert nicht nur die Verdauung, sondern verhindert auch Arteriosklerose und senkt den Blutdruck und kann somit sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Dadurch ist der Bärlauch das reinste Labsal gegen Zivilisationskrankheiten.

 

Baldrian

Hoch reckt der Baldrian seine schlanken kräftigen Stiele auf denen sich luftige rosafarbene Blüten sanft im Winde wiegen. Die Blüten duften zart und angenehm. Immer wenn mir ein blühender Baldrian am Wegesrand begegnet, schnuppere ich ein wenig an den Blüten und freue mich. Bei diesen zarten Düften und dem luftigen Erscheinungsbild wundert es nicht, dass Baldrian zart beruhigend aufs Nervensystem und den Körper wirkt.

 

Barbarakraut

Das Barbarakraut ist weltweit in gemäßigten Breiten heimisch. Die mehrjährige Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler wird bis zu 90 Zentimeter hoch. Die Blätter des Barbarakrauts kann man als spinatähnliches Wildgemüse verwenden. Man kann es in Butter dünsten. Es schmeckt ähnlich wie Kresse und kann bis in den Winter hinein geerntet werden, was ihr auch den Namen "Winterkresse" eingebracht hat. Durch seinen Vitamin-C-Gehalt vertreibt das Barbarakraut Frühjahrsmüdigkeit. Dank seiner Bitterstoffe fördert das Barbarakraut die Verdauungstätigkeit.

 

Basilikum

Das Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma. Doch Basilikum ist auch eine Heilpflanze. Er stärkt nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde.

 

Beifuß

Der Beifuß wächst an vielen Wegrändern und Geröllplätzen und wird meistens gar nicht als wertvolle Heilpflanze wahrgenommen, obwohl er sich bis zu 2 m emporreckt. Seine dunkle Blattfarbe und unauffälligen Blüten führen zu dieser allgemeinen Ignoranz. Wenn man diese wärmeverbreitende Heilpflanze jedoch erstmal kennengelernt hat, möchte man sie nicht mehr missen. In früheren Jahrhunderten galt der Beifuß als Mutter aller Kräuter. Er wurde gegen zahlreiche Frauenbeschwerden und Verdauungsprobleme eingesetzt und sollte außerdem auf magische Weise stärken und schützen.

 

Bergamotte

Der Bergamottbaum ist ein Zitrusbaum, der in subtropischen Gegenden angebaut wird. Das ätherische Öl wird aus der Schale der Bergamotte-Frucht gewonnen. Es ist Bestandteil zahlreicher Parfüms, hat aber auch vielfältige Heilwirkungen, da es Krankheitserreger abtötet und gleichzeitig entspannend wirkt. Man kann Bergamotte-Öl in der Duftlampe verdampfen, in Massageöle oder Cremes einarbeiten oder Bädern zugeben.

 

Bittermandel

Achtung! Giftig. Nur in Fertigpräparaten, homöopathisch oder äußerlich anwenden.

Homöopathisch ab D3!

 

Blaubeere (Heidelbeere)

Wenn man im Sommer im Wald spazieren geht, hat man vielleicht das Glück auf größere Ansammlungen von Heidelbeeren zu stoßen. Mit diesen Beeren kann man sich äußerst lecker den Bauch vollschlagen (Achtung! Erst waschen, wegen möglicher Fuchsbandwurm-Eier.). Man kann sie jedoch auch trocknen und als wirksames Mittel bei Durchfällen einsetzen. Auch für Haut- und Schleimhäute leisten die Heidelbeeren gute Dienste. Als Heilpflanze wurde die Heidelbeere zuerst von Hildegard von Bingen erwähnt.

Blutampfer

Der Blutampfer hat auffallend rote Adern in den grünen Blättern und wird daher als Zierpflanze kultiviert. Die Blätter sind nicht nur schön anzusehen, sondern werden auch als Salatbeigabe in einer blutreinigenden Frühjahrskur genutzt. Die Blätter des Blutampfers sind spürbar milder als die des Sauerampfers und werden auch viel besser vertragen.

 

Brennnessel

Die scharfe Brennnessel kennt wohl fast jeder, und es gibt kaum einen Menschen, der nicht früher oder später die Bekanntschaft mit ihren brennenden Eigenschaften macht. Daher wird sie auch gerne gemieden, obwohl sie als wichtige Heilpflanze eigentlich einen Ehrenplatz in jedem Garten haben sollte. Diesen Ehrenplatz holt sie sich aber meistens schon selber, weil sie sehr ausdauernd und anspruchslos ist und fast überall wächst, wo man sie wachsen lässt.

 

Brombeere

Brombeeren wachsen an stacheligen Sträuchern, die häufig an Waldrändern und Lichtungen anzutreffen sind. Auch in Gärten werden die Brombeeren gerne angebaut, denn die Früchte schmecken sehr lecker. Die Früchte reifen im August und sind dann schwarz. Doch nicht nur die Früchte der Brombeeren sind wertvoll. Aus den Blättern kann man einen heilkräftigen Tee zubereiten, der vor allem gegen Durchfall verwendet werden kann. Brombeerblätter-Tee eignet sich auch als Haustee.

 

Brunnenkresse

Die Brunnenkresse wächst in und an Bächen und Seen. Sie gedeiht nicht nur in der warmen Jahreszeit, sondern fast rund ums Jahr, was sie auch im zeitigen Frühling und Spätherbst zu einem wichtigen Vitaminspender macht. Mit ihren fleischigen, rundlichen Blättern sieht sie schon sehr saftig aus, was auch auf ihre Eigenschaft als Salatpflanze hindeutet. So sind Wildsalate und Kräuterquark denn auch der Haupteinsatzzweck der Brunnenkresse. In dieser Form kann sie Frühjahrsmüdigkeit lindern und Vitaminmangel beheben.

 

Chia- Samen

Chia-Samen sind die Samenkapseln einer mexikanischen Salbeiart. Weil die Chia-Samen nicht nur besonders proteinreich ist, sondern auch zahlreiche Mineralien, Vitamine und Omega-3-Fettsäuren enthalten, werden sie oft als Superfood bezeichnet. Die Chiasamen lassen sich einfach anwenden, beispielsweise im Müsli, in Jogurt oder als Backzutat. Man kann sie auch mit Wasser vermischt einnehmen.

 

 

Chili

Chilis sind kleine, superscharfe Paprikas, die gerne in der südländischen Küche verwendet werden, um den Mahlzeiten die erwünschte Schärfe zu geben. Diese Schärfe tropischer Gerichte hat auch wichtige medizinische Aspekte, denn dadurch werden Krankheitserreger abgetötet, die Verdauung gestärkt und der Stoffwechsel angeregt. Äußerlich angewandt steigert Chili die Durchblutung und kann schmerzhafte Beschwerden des Bewegungsapparates lindern.

 

Cranberries

Wer zum ersten Mal Cranberries sieht, mag sich fragen, wie es Preiselbeeren geschafft haben, so groß zu werden. Doch es handelt sich nur um eine Verwandte der Preiselbeere, nicht um die gleiche Pflanze. Wie so vieles in Amerika zeichnet sich die Cranberry durch eine besondere Größe aus im Vergleich zu ihren europäischen Schwestern, der Heidelbeere und der Preiselbeere, der sie ansonsten fast aufs Haar gleicht. Schon die amerikanischen Ureinwohner wussten, wie förderlich für die Gesundheit die Cranberries sind. Roh schmecken die Cranberries zwar sehr gewöhnungsbedürftig, wenn man den sauren Geschmack wohlwollend bezeichnet. Aber getrocknet oder gekocht ist die Cranberry eine wohlschmeckende Frucht. Ihre Heilwirkung ist enorm, denn sie soll nicht nur die Harnorgane günstig beeinflussen, sondern sogar den Alterungsprozess verlangsamen.

 

Deutsche Hirse (Rispenhirse)

Die Rispenhirse ist eine Graspflanze, die eine der ältesten Getreidepflanzen der Menschheit ist. Ihr Ursprung liegt in Asien und in der Steinzeit verbreitete sie sich bis nach Europa. Viele tausende Jahre war die Rispenhirse eines der wichtigsten Nahrungsmittel der einfachen Leute. Als Heilpflanze wird sie heute gegen Zivilisationskrankheiten und Alterserscheinungen eingesetzt.

 

Dill

Vor allem als Würzkraut für Gurken und Salate ist uns der Dill bekannt. Er hat jedoch, ähnlich wie sein Bruder, der Fenchel, zahlreiche Heilfähigkeiten. Besonders hervorzuheben ist seine milchfördernde Eigenschaft. Außerdem lindert er die Blähungen von Säuglingen.

 

Echter Buchweizen

Der Buchweizen ist eine Knöterichpflanze, die im Laufe der Jahrhunderte ihren Weg von der Mongolei zu uns gefunden hat. Der Name kommt von der Bucheckern-Form der Samen und von der Nutzung dieser Samen als Getreide, auch wenn der Buchweizen keine Ähnlichkeit mit Getreide oder Gräsern hat. In der Volksheilkunde eher zur Stärkung durch den Buchweizensamenbrei genutzt. Der Tee aus dem Kraut wurde meist nur als sanftes Schlafmittel genutzt. Der wichtigste Inhaltsstoff ist aber das Rutin, das die Mikrozirkulation in den Blutgefäßen verbessert und die Gefäßwände positiv verändert. Entdeckt wurde diese Buchweizen-Eigenschaft erst in den 1970ern. Damit ist der Buchweizen eine der neusten Heilpflanzen und war Arzneipflanze des Jahres 1999 um die Bekanntheit zu fördern. Eine Kur mit Buchweizentee ist wunderbar geeignet um Durchblutungsstörungen und Krampfadern zu verhindern, wichtig für Menschen, die viel stehen müssen.

 

Edelkastanie

Als Maroni kennen wir den dickeren Bruder der heimischen Edelkastanie von Weihnachtsmärkten als nahrhafte Leckerei. Die mitteleuropäischen Edelkastanien sind etwas kleiner als die Maronis, ansonsten aber sehr ähnlich. Weil man sie essen kann, werden sie auch häufig Esskastanie genannt. Im Herbst macht es viel Freude aus den enorm stacheligen Früchten die wohlschmeckenden Samen zu pulen. Mancherorts ist der ganze Boden mit Kastanienfrüchten übersät, aber meistens nicht lange, weil viele Kastanienfreunde scharf auf die Früchte sind. Am besten schmecken Edel-Kastanien gekocht oder geröstet, man kann sie zur Not aber sogar auch roh essen, dann schmecken sie aber etwas zusammenziehend. Ihrer zusammenziehenden Eigenschaft verdanken die Edelkastanien auch ihre Heilkräfte gegen Durchfall. Die Volksmedizin verwendet sie auch gegen Husten und Rheuma. Insgesamt wird die Edelkastanie jedoch nur wenig in der Heilkunde eingesetzt. Als Bachblüte ist die Edelkastanie unter dem Namen Sweet-Chestnut beliebt.

 

Edelsalbei

Der Salbei gehört zu den Kräutern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, bei uns aber auch gut gedeihen. An der richtigen Stelle im Garten gepflanzt wuchert er über mehrere Quadratmeter. Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung. Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl. Der Salbei hat außerdem eine ausgesprochen schweißhemmende Wirkung. Genauer betrachtet hat der Salbei so vielfältige Heilwirkungen, dass man ihn zu Recht fast als Allheilmittel bezeichnen kann.

 

Eisenkraut

Das Eisenkraut war früher eine der wichtigsten Heilpflanzen, es wurde sogar zur rituellen Reinigung der Tempel verwendet. Heute wird hauptsächlich sein südamerikanischer Bruder Verbena angeboten und die europäische Pflanze ist fast in Vergessenheit geraten. Die Heilwirkung können wir jedoch eher vom europäischen Eisenkraut erwarten, wohingegen die südamerikanische Verbena stärker zitronig schmeckt und daher als Haustee besser geeignet ist.

 

Estragon

Der Estragon ist als Küchengewürz wohlbekannt, und wird vor allem in der französischen und italienischen Küche gern verwendet. Sein Einsatz als Gewürz ist jedoch nicht nur wegen seines Geschmacks sinnvoll, sondern auch, weil er die Verdauungsorgane stärkt und dadurch bei der Verdauung von schweren Speisen hilft.

Dass der Estragon jedoch auch noch andere Heilwirkungen hat, ist nur wenigen bekannt. Als Heilpflanze wird er eher selten eingesetzt.

 

Eukalyptus

Der kräftig riechende Eukalyptus ist geradezu der Inbegriff der Erkältungsdüfte. Daher ist er auch die bekannteste Heilpflanze Australiens. Dabei stammt der medizinische Eukalyptus-Baum eigentlich von der Insel Tasmanien und ist heutzutage in den meisten warmen Ländern verbreitet. Das ätherische Öl des Eukalyptus findet man in zahlreichen Erkältungsmitteln, seien es Bäder, Inhalationsmittel oder Einreibemittel. Man kann die Eukalyptus-Blätter auch als Tee trinken oder äußerlich anwenden.

 

Fenchel

Schon seit Jahrtausenden ist die Anwendung des Fenchels in der Heilkunde in vielen Teilen der Welt verbreitet. Selbst in der altchinesischen Heilkunde wurde der Fenchel bereits sehr geschätzt. Der Fenchel bietet uns gleich drei seiner Teile zum Benutzen an. Seine samenähnlichen Früchte und die Wurzel werden in der Heilkunde vor allem bei Husten und Blähungen eingesetzt. Die fleischige Knolle kann man als Gemüse essen. Beide haben diesen typischen Fenchelgeruch bzw. Geschmack.

 

Gartenkresse

Die Gartenkresse wird meistens in Form von Keimlingen angebaut und verwendet. Die Pflänzchen keimen sehr schnell und sind innerhalb von einer Woche soweit, dass man sie essen kann. Im späten Winter kann man sie in einer Schale auf Küchenpapier im Haus anbauen und hat nach kürzester Zeit erste Anbauerfolge, lange bevor im Frühling das erste Gemüse sprießt. Die Kresse enthält Vitamin C und Senfölglykoside, die die Kresse würzig scharf machen.

 

Galgant

Der Galgant ist ein Verwandter des Ingwers, der in Asien heimisch ist. Schon Hildegard von Bingen liebte und empfahl den scharfen Wurzelstock des Galgants zur Stärkung der Verdauung. In Asien ist der Galgant ein beliebtes Gewürz und wird auch in der Heilkunde verwendet. Der Name "Galgant" wird übrigens für vier verschiedene Pflanzenarten aus der Ingwerfamilie verwendet. Gemeinsam ist allen, dass sie scharf sind und die Verdauung stärken.

 

Goldmelisse

Die Goldmelisse ist als Zierpflanze aus Nordamerika in unsere Gärten eingewandert. Man kann einen wohlschmeckenden Haustee aus dem Kraut der Goldmelisse zubereiten. Auch als Gewürz kann man sie verwenden. Der Tee der Goldmelisse wirkt leicht beruhigend und hilft gegen Übelkeit und Husten. Äußerlich angewandt kann man ihn zur Wundbehandlung einsetzen.

 

Gundermann

Der Gundermann wächst klein und unauffällig überall in naturbelassenen Gärten und in der freien Natur. Kaum einer kennt ihn, obwohl er eine wertvolle Bereicherung für die Hausapotheke und die Küche ist. Außerdem sieht er im Garten sehr schön als Bodendecker aus und ist extrem pflegeleicht. Seine lilanen Blüten begeistern mich jedes Jahr aufs Neue.

 

Ingwer

Ingwer wird als Gewürz immer beliebter in Mitteleuropa, wahrscheinlich auch, weil die exotische Küche sich immer mehr verbreitet. In vielen Lebensmittelläden erhält man inzwischen schon frische Ingwerwurzeln. Aber nicht nur als exotisches Gewürz ist Ingwer geeignet, sondern auch als wertvolles Heilmittel. Seine besondere Fähigkeit ist die Beseitigung von Übelkeit.

 

Kapuzinerkresse

Die Kapuzinerkresse ist anders als die meisten anderen Pflanzen, die hier wachsen. Zuerst fallen nur ihre kreisrunden Blätter auf, an denen man die Kapuzinerkresse schon von weitem erkennt. Wenn sie dann zwischen Hochsommer und Herbst ihre leuchtenden Blüten entfaltet, verliert man die interessante Blattform fast aus dem Auge, denn die Blüten sind so schön anzusehen, das man sich an ihnen kaum sattsehen kann. Obendrein ist die Kapuzinerkresse so schattenverträglich, dass sie auch dunkle Stellen unter Bäumen oder andere Schattenplätze mit Grün und kräftigen Farben erfüllen. Man kann sowohl die runden Blätter als auch die Blüten essen und mit dem leicht scharfen Geschmack seine Speisen würzen. Das ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Kapuzinerkresse hilft nämlich gegen Erkältung und Husten.

 

Kerbel

Kerbel ist ein Küchenkraut, das gerne in Gärten angebaut wird. Er gehört zur Familie der Doldenblütler. Seine feinfiedrigen Blätter schmecken wie eine Mischung aus Petersilie und Anis. Außer seinem feinen Aroma hat der Kerbel auch eine gewisse Heilwirkung. Er kann Erkältungen lindern und man kann ihn gegen Kopfschmerzen und Gedächtnisstörungen verwenden. Am besten verwendet man ihn frisch in Salaten oder Kräuterquarks, denn getrocknet verliert er an Aroma und Wirkung.

 

Knoblauch

Als leckere Kochzutat vor allem in der mediterranen Küche ist Knoblauch allen bekannt, wobei nicht alle den Geschmack des Knoblauchs mögen. Knoblauch ist jedoch auch ein hervorragendes Mittel für die Gesundheit. Nicht nur, dass er antibakteriell wirkt, er wirkt auch gegen Arteriosklerose, was ihn sehr wertvoll macht, denn es gibt nur wenige Heilpflanzen, die bei Gefäßverengung wirken.

 

Knoblauchrauke

Die Knoblauchrauke ist eine verbreitete Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler. Sie fällt auf durch ihr Knoblaucharoma. Dadurch ist sie ein Wildgemüse, das auch nach dem zeitigen Frühjahr, wenn die Bärlauch-Saison vorbei ist, noch mit diesem würzigen Geschmack verwöhnen kann. Außerdem hat die Knoblauchrauke einige Heilwirkungen sowohl für die Atmungsorgane als auch gegen Wunden.

 

Kümmel

Den Kümmel kennt man vor allem als Gewürz in der Küche. Er ist jedoch auch eine wertvolle Heilpflanze, die eine starke Wirkung auf die Verdauungsvorgänge hat. Auch bei Husten und Frauenbeschwerden kann der Kümmel helfen. Der Kümmel ist eine klassische Pflanze der Mittelmeerländer und der Klostergärten. Aber er wächst auch wild auf heimischen Wiesen und an Wegrändern.

 

Liebstöckel

Ursprünglich ist der Liebstöckel in Südwesteuropa beheimatet. In Mitteleuropa gedeiht er jedoch auch prächtig und wurde deshalb schon vor Jahrhunderten in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Inzwischen trifft man den Liebstöckel auch hier und da verwildert an. In der Küche ist der Liebstöckel als Maggikraut bekannt und würzt mit seinen Blättern Kräuterquark und Suppen aller Art. In der Medizin werden Wurzel und Samen des Liebstöckels für den Harnapparat, Verdauung und weibliche Fortpflanzungsorgane eingesetzt. Wenn die mehrjährige Pflanze im Garten erstmal einen Lieblingsplatz gefunden hat kommt sie jedes Jahr wieder und wird so groß, dass eine normale Familie ihren ganzjährigen Liebstöckelbedarf für Küche und Hausapotheke damit decken kann.

 

Löwenzahn

Schon kleine Kinder kennen den Löwenzahn und freuen sich an den lustigen Pusteblumen, mit denen sie ihn immer weiter verbreiten. Auf fast jeder Wiese steht er, und nur wenige wissen, dass er eine vorzügliche Heil- und Küchenpflanze ist.

 

Lorbeer

Lorbeerblätter sind als Küchengewürz wohlbekannt. Den bis zu zehn Meter hohen Lorbeerbaum, der in Kleinasien und im Mittelmeerraum heimisch ist, kennen deutlich weniger Menschen. Dieser immergrüne Baum trägt die immergrünen wie gelackt aussehenden typischen Blätter. Im alten Rom wurden Kaiser und sportliche Sieger mit Lorbeerkränzen geehrt. Die Lorbeerblätter dienen als Gewürz und können außerdem zur Stärkung der Verdauung und zur Linderung von Frauenbeschwerden eingesetzt werden. Das butterartige Öl, das aus den Früchten gewonnen wird, kann man als Einreibemittel gegen Probleme des Bewegungsapparates verwenden.

 

 

 

Majoran

Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler. Er kommt meistens nicht wild, sondern nur kultiviert vor. Der Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er auch, die schweren Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane. Außerdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Erkältungen. Äußerlich angewandt kann er nicht nur die Hautheilung fördern, sondern auch Kopfschmerzen lindern. Babys hilft er in Form der traditionellen Majoran-Salbe gegen Blähungen und Schnupfen.

 

Meerrettich

Als Verfeinerung von Fleischspeisen ist der Meerrettich bestimmt allen bekannt. Doch dass er auch eine ausgeprägte Heilwirkung hat, wissen nur wenige. Die scharfe Wurzel des Meerrettichs hilft gegen allerlei Infektionskrankheiten und auch gegen Schmerzen. Sogar Grippeerregern bietet der Meerrettich Paroli, was ihn zu einem unschätzbaren Helfer in der Hausapotheke macht. Im Herbst und Winter sollte man also immer eine Meerrettich-Wurzel im Kühlschrank oder Keller haben und regen Gebrauch von ihr machen.

 

Melisse

Die Melisse ist eigentlich eine südeuropäische Pflanze. Da sie aber so vielfältige Heilwirkungen hat, wird sie schon lange in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Im Mittelalter musste sie sogar per Verordnung in jedem Klostergarten angebaut werden, weil sie schon damals für sehr wertvoll und unentbehrlich gehalten wurde. Sie riecht beim Zerreiben leicht zitronenartig, daher wird sie auch oft Zitronenmelisse genannt. Wenn sie einmal in einem Garten heimisch geworden ist, wuchert sie Jahr für Jahr vor sich hin und bietet sich als Haustee und vielfältige Medizin an. Das Haupteinsatzgebiet der Melisse ist die Beruhigung des Nervensystems, womit sie gegen nervöse Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit und viele andere nervlich bedingte Beschwerden helfen kann.

 

Mutterkraut

Das Mutterkraut, dessen Blüten an Kamille erinnern, ist heutzutage nahezu unbekannt. Aus wohlgepflegten Gärten ist die ehemalige Heil- und Zierpflanze weitgehend verschwunden und fristet ihr Dasein als verwildertes Unkraut. Dabei stand das Mutterkraut schon im Altertum und auch im Mittelalter in hohem Ansehen. Vor allem in der Frauenheilkunde wurde es viel verwendet. Heutzutage hat man außerdem eine medizinisch nachweisbare Wirkung gegen Migräne entdeckt. Auch in vielen anderen Gebieten kann das Mutterkraut helfen, beispielsweise gegen Erkältungen, Asthma, Rheuma und Verdauungsbeschwerden.

 

 

Nelken

Das kräftige Aroma der Gewürznelken ist den Meisten durch Lebkuchen und Rotkohl wohlbekannt. Wer jemals auf eine dieser kleinen, harten Nägelein gebissen hat, weiß genau, welch intensive Würzkraft in der Gewürznelke steckt. Daher werden die tropischen Gewürznelken auch vor allem als Gewürz eingesetzt. In der Heilkunde finden sie zur Verdauungsförderung, gegen Zahnschmerzen und als Einreibemittel Verwendung. Mit der Nelkenblume, die uns hierzulande in den Gärten erfreut, hat die Gewürznelke botanisch gesehen keine Verbindung. Die Namensgleichheit kommt wohl durch den etwas ähnlichen Duft mancher Nelkenblumen.

 

Petersilie

Die Petersilie ist das bekannteste Kraut der deutschen Küche. In den meisten Küchengärten kann man die Petersilie antreffen, die es sowohl mit glatten oder mit den dekorativen krausen Blättern gibt. Dass die Petersilie auch eine Heilpflanze ist, ist den Meisten unbekannt. Einerseits wirkt sie durch ihren hohen Vitamin C Gehalt belebend und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Sie regt aber auch den gesamten Verdauungsvorgang an und wirkt harntreibend und förderlich auf Niere und Blase. Eine besonders ausgeprägte Wirkung hat die Petersilie auch auf die Fortpflanzungsorgane der Frauen. Sie fördert die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und kann auch bei der Geburt hilfreich zur Seite stehen.

 

Pfefferminze

Die Pfefferminze ist bestimmt jedem als Kräutertee bekannt, den man auch trinkt, wenn man nicht krank ist. Dabei hat die Pfefferminze eigentlich eine ziemlich starke Heilwirkung und ist von daher gar nicht allzu sehr als Haustee geeignet. Wer sie aber gut verträgt, braucht nicht auf seinen regelmäßigen Pfefferminztee zu verzichten. Pfefferminze wächst ziemlich unkompliziert in Hausgärten und kommt Jahr für Jahr wieder, wenn sie erst mal heimisch geworden ist. Andere Minzarten, wie z.B. die Wasserminze oder Nanaminze haben ähnliche Wirkungen.

 

Pfeffer

Pfeffer ist das bekannteste und beliebteste exotische Gewürz. Früher wurde Pfeffer sogar in Gold aufgewogen, so wertvoll war er. Der Pfeffer schmeckt nicht nur scharf würzig, sondern er regt auch die Verdauung an, was ihn zu einer Heilpflanze macht.

 

Pimpinelle

Die Pimpinelle bietet Anlass zu vielen Verwechslungen, denn der Name Pimpinelle wird sowohl für das Küchenkraut kleiner Wiesenknopf benutzt als auch für die Bibernelle, ein Doldengewächs. Hier auf dieser Seite wird der kleine Wiesenknopf beschrieben, ein mildwürziges Salatkraut, das in vielen Gärten heimisch ist. Da die Pimpinelle pflegeleicht ist, sich selbstständig vermehrt und Jahr für Jahr wiederkommt, bleibt sie auch in den Gärten, wenn viele andere Pflanzen schon nicht mehr dort wachsen. Selbst in milden Wintermonaten sind die Blätter der Pimpinelle grün und können geerntet werden.

 

Rosmarin

Rosmarin ist im Mittelmeerraum heimisch, er wird aber gerne in Deutschland angebaut. Mit seiner anregenden Wirkung ist er unter den Heilpflanzen relativ selten, daher spielt er bei der Behandlung von niedrigem Blutdruck eine wichtige Rolle. Morgendliche Armbäder in Wasser mit ätherischem Rosmarinöl können kleine Wunder wirken. Aber auch sonst hat er ein breites Wirkungsspektrum. Gartenbesitzer sollten auf ihn nicht verzichten, denn er ist nicht nur eine Zierde des Stein- oder Kräutergartens sondern auch eine ganze Naturheilapotheke in einer Pflanze vereint.

 

Schwarzkümmel

Der Schwarzkümmel ist Allheilmittel und eine alte Kulturpflanze, die ihren Ursprung in Ägypten und Westasien hat. Die kleinen braunschwarzen Samen enthalten viele wertvolle ätherische Öle. Diese Samen werden zu Heilzwecken (Verdauung) und als Gewürz genutzt. Die Samen schmecken scharf und aromatisch. Aus den Samen wird ein hochwertiges und würziges Öl zu Speisezwecken kaltgepresst, das gut verdaut werden kann, Hormonhaushalt und Immunsystem reguliert. Dieses heilsame Öl wird nicht als Heilmittel verkauft, sondern als Nahrungsmittel.

 

Sternanis

Aus der Weihnachtsbäckerei ist der Sternanis wohlbekannt. Sein Geschmack und Duft ähnelt dem Anis, dem der Sternanis auch seinen Namen verdankt. In Teemischungen ist der Sternanis nicht nur ein wohlschmeckender Geschmacksgeber, sondern er hat auch eine ausgeprägte eigene Heilwirkung auf den Atmungsapparat und das Verdauungssystem. Auch gegen Bakterien wirkt der Sternanis.

 

Schnittlauch

Als Gewürz kennt jeder den Schnittlauch, aber dass er auch eine Heilpflanze ist, ist nicht so bekannt. In der Zeit, wenn er im Frühling aus der Erde sprießt, brauchen wir ihn am allernötigsten, denn er vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit, reinigt das Blut und liefert uns Vitamin C.

 

Schwarzer Senf

Der schwarze Senf ist der scharfe Vertreter der Senf-Geschwister. Er wird als Heilmittel häufiger verwendet als der weiße Senf, doch seltener als Bestandteil von Tafelsenf. Senf wird am häufigsten als cremiges Senfgewürz zum Schärfen von Speisen verwendet. In dieser Form regt Senf die Verdauung an, und hilft schwere Speisen zu verdauen. Man kann Senf aber auch äußerlich als Senfpflaster anwenden, um die Haut zu reizen und die Durchblutung zu fördern.

 

Weißer Senf

Der weiße Senf ist der milde Vertreter der Senf-Geschwister. Er wird häufig als Hauptbestandteil von Tafelsenf verwendet, jedoch seltener als Heilmittel als der schwarze Senf. Senf wird am häufigsten als cremiges Senfgewürz zum Schärfen von Speisen verwendet. In dieser Form regt Senf die Verdauung an, und hilft schwere Speisen zu verdauen. Man kann Senf aber auch äußerlich als Senfpflaster anwenden, um die Haut zu reizen und die Durchblutung zu fördern.

 

Stevia

Stevia ist in Südamerika heimisch. Seine Blätter haben eine sehr starke Süßkraft ohne die von Zucker bekannten Kalorien zu haben.

 

Szechuan-Pfeffer

Der rötliche Szechuan-Pfeffer wächst am chinesischen Gelbholzbaum. Diese Pflanze ist nicht mit dem schwarzen Pfeffer, stattdessen aber mit den Zitruspflanzen verwandt. Mit seiner zitronenartigen Schärfe ist er ein beliebtes Gewürz in der asiatischen Küche. Doch auch die chinesische Heilkunde benutzt den Szechuan-Pfeffer. Er wird für Verdauungsprobleme und Blasenerkrankungen verwendet.

 

Thymian

Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion. Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer lässt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten. Die kleinen Blätter lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stängel rebeln und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Italienische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen. Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine größte Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane.

 

Vanille

Die Vanille ist wohl das bekannteste Gewürz der süßen Küche. Die allermeisten süßen Nahrungsmittel enthalten mehr oder weniger große Spuren von Vanille. Doch obwohl die schwarzen Vanilleschoten inzwischen recht bekannt sind, weiß kaum jemand, dass die Vanillepflanze eine Orchidee ist. Die Vanille-Orchideen ranken sich in tropischen Ländern an Bäumen empor. Aus den prächtigen gelben Blüten entwickeln sich lange Schoten, die zu den bekannten Vanilleschoten verarbeitet werden. Eine weitere unbekannte Tatsache ist, dass die Vanille auch eine Heilpflanze ist. Sie wird jedoch eher selten als solche eingesetzt.

 

Wegrauke

Die Wegrauke wächst, wie der Name schon sagt, an Wegrändern und als Unkraut in Feldern und Gärten. Sie ist eine von diesen gelb blühenden Kreuzblütlern, bei denen man auf den ersten Blick gar nicht weiß, welche es nun ist. Erst bei genauerer Betrachtung kann man die Wegrauke identifizieren. Als Heilpflanze ist die Wegrauke heutzutage nahezu unbekannt. Früher wurde sie in der Volksheilkunde jedoch gerne verwendet. Das Kraut der Wegrauke kann man gegen Kehlkopfentzündung verwenden. Man kann die jungen Blätter und die Samen auch als Küchengewürz einsetzen.

 

Wiesensalbei

Der Wiesensalbei ist eine der schönsten Pflanzen der Wegränder und Wiesen. An sonnigen Standorten erfreut er uns den ganzen Sommer über mit seinen violetten Blüten, die sich in kerzenartigen Trauben in die Höhe recken. In der Pflanzenheilkunde wird der Wiesensalbei nur selten eingesetzt, denn sein Bruder, der Gartensalbei ist deutlich wirksamer. Aber falls man den kraftvollen Bruder nicht zur Hand hat, ist es gut zu wissen, dass man den Salbei der Wiesen auch verwenden kann.

 

Zimt

Beim Gedanken an Zimt, denkt man sofort an Weihnachtsgebäck und Glühwein. Auch indischer Chai-Tee kann einem im Zusammenhang mit Zimt einfallen. Ein Hauch von Exotik ist mit dem Zimt verbunden, eine Exotik, die sich heutzutage fast jeder leisten kann. Früher war Zimt fast unerschwinglich teuer. Relativ unbekannt ist jedoch, dass der Zimt ein ausgesprochen vielfältiges Heilmittel ist. Es gibt kaum ein Leiden, das man nicht mit dem Zimt lindern kann. Besondere Aufmerksamkeit hat in den letzten Jahren die Blutzucker senkende Wirkung des Zimtes erfahren, denn nicht viele Heilpflanzen können die Behandlung bei Diabetes so gut unterstützen wie der Zimt.